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Geräte und Ausrüstung - Feuerwehrhaus

1939 Als die neugegründete Freiwillige Feuerwehr Wolfartsweier 1939 von der Firma Metz in Karlsruhe eine Motorspritze, einen Schlauchwagen und zwei Schiebeleitern geliefert bekam, konnte sie nichtahnen, welch eine Ausstattung um die Jahrtausendwende notwendig sein würde, um nur annähernd den Anforderungen des Brandschutzes sowie der Technischen Hilfeleistung in unserer hochtechnisierten Welt gewachsen zu sein.
1940 Die Wehr erhält Löschgeräte und Ausstattung im Wert von 5942,19 RM.
1943 Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wolfartsweier Wilhelm Dollinger hatte ein leichtes Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF8 über die Firma Schoemperlen & Gast bei Daimler-Benz in in Gaggenau bestellt. Die Genehmigung zog sich bis 1944 hin. So kam es nicht mehr zur Auslieferung. Von der Firma Daimler-Benz lag ein Angebot von über 10762,40 RM vor, davon hätte im Krieg der Staat 50% bezahlt, die Gemeinde Wolfartsweier mit 750 Einwohner hätte 5250 RM tragen müssen.
1948 Die Motorspritze war nicht mehr reparaturfähig. Die Mittel in Höhe von 1100,-DM für einen neuen Motor fehlten. In Eigeninitiative führte die Wehr eine Sammlung durch, damit die TS8 (800 Liter Förderleistung pro Minute), das einzige Löschgerät, das der Wehr zur Verfügung stand, wieder einsatzfähig gemacht werden konnte.
1949 Die Firma Genscher & Co. überließ der Wehr leihweise 30 Stück Schnellkupplungsrohre.
1960 Die Wehr besitzt nach einer Erhebung vom 10.Februar folgende Geräte: 1 TS8/8; 1 Anhänger für TS 8/8; 1 Handdruckspritze; 1 Hydrantenwagen; 2 zweiteilige tragbare Schiebeleitern (10m); 6 Saugschläuche; diverse Druckschläuche; 2 Verteiler; 6 C-Strahlrohre; 2 B-Strahlrohre; 1 Sprühstrahlrohr; 2 Tornisterschaumlöscher; 35 Lederhelme; 34 Arbeitsanzüge; 1 Melder am Rathaus; 1 elektrische Sirene; 1 gerätehaus; Leitungsnetz war vorhanden, Wasserentnahme über Hydranten.
1961 Die Ausstattung der Wehr wurde durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF Ford Kombi FK 1250 mit einer Tragkraftspritze TS 8/8 mit VW-Motor(Gesamtpreis: 13590,-DM) bereichert. Ein neuzeitliches Motorlöschfahrzeug, das der Wehr schon am 13.08.1961 nachts eine rasche und erfolgreiche Brandbekämpfung ermöglichte, als ein Schuppen Max Gräbers durch Selbstentzündung in hellen Flammen stand.
1962 Anschaffung von 6 x 15m B-Schläuchen.
1969 In Wolfartsweier wurden vier- und fünfstöckige Häuser gebaut. Die Die vorhandenen Leiternreichten bei einer eventuellen Brandbekämpfung in diesen Häusern nicht mehr aus. Der Bürgermeister von Wolfartsweier bestätigt, dass in einem solchen Fall die Ettlinger Wehr gerufen werden muss.
1971 Die umfangreichere Ausstattung und eine bessere Ausbildung für die Wehr machten ein eigenes Feuerwehrhaus dringend notwendig. Ende 1971 wurden die Aufträge für ein neues Feuerwehrhaus neben dem alten Rathaus vergeben. Im Dezember 1971 wird ein Antrag auf schweres Atemschutzgerät gestellt.
1972 Am 24.November konnte das neue Gerätehaus mit einem Lehrsaal eingeweiht werden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 200976,90 DM.
1973 Bestückung des Feuerwehrautos, das auch einen Wappen erhält.
1974 Am 1.Februar erfolgt die offizielle Übergabe eines neuen Feuerwehrfahrzeugs von der Firma Metz in Karlsruhe. Es handelte sich um ein schweres LF 8 vom Typ Mercedes-Benz 608D. Im selben Jahr wurden die Feuerwehrhelme mit Leuchtfarbe umgespritzt. Ein Greifzug wurde gekauft.
1976 Die alten Stahlhelme wurden gegen Leichtmetallhelme umgetauscht.
1977 Für die Anschaffung von Geräten standen 13000,-DM und
1978 14500,-DM zur Verfügung. Angeschafft wurden 1 Funkgerät à 5000,-DM, 10 Funkmeldeempfänger à 1500,-DM, 4 Atemschutzgeräte à 2000,-DM sowie neue Bekleidung für 8200,-DM. Am 28.April 1978 wurde der Wehr ein neues Löschfahrzeug vom Typ TSF Mercedes-Benz 308-33 übergeben. Der alte Ford Kombi wurde vom TÜV für nicht mehr verkehrstüchtig befuden und eine weitere Benutzung untersagt. Die Beschaffungskosten für das neue TSF beliefem sich auf 45000,-DM.
1979 Das Feuerwehrgerätehaus wurde baulich erweitert. Der Jugendwehr konnte ein eigener Raum zur Verfügung gestellt werden, den sie in Eigenarbeit renovierte und einrichtete.
1982 Am Rathaus und in der Nordoststraße wurde je ein Feuermelder installiert.
1988 Das 50jährige Bestehen wurde mit Zapfenstreich und viel Prominenz gefeiert.
1993 Die Wehr erhält für ihre Einsätze auf der Autobahn und außerhalb der Ortschaft ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/24Tr. mit 2400 Liter Wasser an Bord. Da dieses Fahrzeug den LKW-Führerschein erfordert, mussten die Maschinisten den entsprechenden Führerschein nachmachen, der von der Stadt Karlsruhe bezahlt wurde. Das TSF ging in den Besitz der Abteilung Mühlburg über.
1999 Fertigstellung des Umbaus des Gerätehauses, bei dem die Mitglieder der Abteilung insgesamt 3590 Stunden Eigenleistung (vom 5.5.1995 - 9.12.1999) erbrachten.
2000 Die Wehr erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 mit 600Liter Löschwassertank vom Typ MAN 8.163 der Firma H&E Feuerwehrfahrzeuge aus Karlsruhe. Das 26 Jahr alte LF 8, das der Wehr gute Dienste leistete wurde der Freiwilligen Feuerwehr aus Kenz-Rubitz bei Rostock überlassen. Es hat sich mit dieser Feuerwehr eine herzliche Freundschaft entwickelt.
2001 Die Abteilung erhält im Oktober des Jahres einen MTW (Mannschaftstransportwagen) Baujahr 1987 des Typs Mercedes-Benz 207D, der zuvor bei der Berufsfeuerwehr Karlsruhe stationiert war. Die Wehr besitzt erstmals in der Geschichte drei Feuerwehrfahrzeuge. Seit 2001 hat die Wehr zwei aktive Feuerwehrfrauen.
2005 Die Fahrzeughalle wird mit einer Abgasabsauganlage ausgerüstet.
2008 Die Abteilung erhält im Mai einen neuen MTW (Mannschaftstransportwagen) des Typs Mercedes-Benz Sprinter 311.

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Vom ledernen Löscheimer zum motorisierten Löschfahrzeug

Maßgeblich hängt eine wirksamer Feuer- und Rettungseinsatz von einer guten techni-schen Ausstattung ab. Es war ein weiter Weg von den ledernen Löscheimern des 18. und 19. Jahrhunderts und der kleinen Handdruckspritze bis zu den neuesten Löschfahrzeugen mit kompletter Ausrüstung. Die große Pumpspritze, der Hydrantenwagen aus den zwanziger Jahren des 20.Jahrhunderts, der Tragkraftspritzenanhänger von 1939, die Feuerlösch-Kreiselpumpe TS 8/8 mit Zweitaktmotor, das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF Ford Kombi FK 1250 mit einer Tragkraftspritze TS 8/8 mit VW-Motor von 1961 seien hier genannt. Ein Vergleich der Ausstattung der Wolfartsweierer Feuerwehr von 1913, 1960 und von 2013 am Ende dieses Kapitels mag dies verdeutlichen.
Nur eine kleine Handspritze, aber eine Feuerversicherungsgesellschaft
1842/46 1842 gründete Carl Metz in Heidelberg seine "Fabrik Hydraulischer Maschinen, Eisen und Messinggießerei" und stellte Feuerspritzen nach den neuesten Erkenntnissen her. Eine dieser Spritzen, die sogenannte "Stadtspritze",  lieferte Carl Metz im Mai 1846 an den Durlacher Stadtbaumeister Christian Hengst, der zwei Monate danach das "Pompier-Korps"  zusammenstellte und eine systematische Ausbildung der Feuerlöschmänner begann.
1884 Wolfartsweier war aber eine arme Gemeinde, die mit dem Fortschritt im Löschwesen nur wenig Schritt halten konnte. 1866 besaß man nur eine kleine Handspritze. Der Gemeinderat fürchtete offenbar nicht, daß in Wolfartsweier "ein großartiger Brand leicht vorkommen kann" da "die Gebäulichkeiten getrennt auseinander" lägen, und obendrein die Gemeinde sich an der nahen Stadt befände, "wo die Spritzen sogleich zu haben sind".  Ein Jahr später konnte Wolfartsweier dem Bezirksamt Durlach melden, "... daß wir eine Feuerspritze als Geschenk von der Achner- und Münchner Feuerversicherungsgesellschaft erhalten haben ... und diese für ausgezeichnet befunden ..." wurde.
1884 Als aber 1884 bei einer Kontrolle festgestellt wurde, dass die Spritze in Wolfartsweier nur eine Lichtweite von 46 mm besaß, normalerweise aber eine Lichtweite von 65 mm galt, sollte die Gemeinde sofort fünf Adapterstücke zu je fünf Mark anschaffen, und daran denken, dass bei der Anschaffung von neuen Schläuchen die Normallichtweite benötigt wird.
1886 Zwei Jahre später stellte sich bei einer Besichtigung der Löschgeräte heraus, dass sich das Tor zum "Feuerhaus" nur schwer öffnen ließ. Da "... der Zweck der Löschgeräte es fordert, dass sie rasch geholt und zur Brandstelle gebracht werden können" , sollten die Verantwortlichen das Schloss oder den Schlüssel schnellstens in Ordnung bringen
Das Löschwasser
1893 Als man in Wolfartsweier 1893 die fertiggestellte Wasserleitung für den ganzen Ort ein-weihen konnte, hatte man auch an den Einbau von Hydranten gedacht und legte in einer polizeilichen Verordnung von 1896 fest, dass "... das Öffnen und Schließen der Hydranten ... nur noch den im Dienst befindlichen und dazu bestimmten Mitgliedern der Feuerwehr gestattet ..."  war.
1906 1906 hielt der Gemeinderat immer noch "... die kleine Fahrspritze (Karrenspritze) für genügend, da sie sehr leistungsfähig sei und der Ort seit Herstellung der Wasserleitung mit Hydranten, zu denen die erforderlichen Schläuche vorhanden sind, ausgestattet ist."
1909 Bisher musste der Ortsdiener Mössinger die Löschgerätschaften nach Gebrauch reinigen und einschmieren. Jetzt war der Brunnenmeister für die Wartung und das Wiederinstand-setzen zuständig. 1909 wurden Eduard Becker für diese Arbeit fünf Mark vergütet.
1924/26 Nach dem Ersten Weltkrieg konnte man bei einer Feuerwehrübungen in der Schule, die stets ein beliebtes Übungsprojekt war, bereits eine "große" und eine "kleine Spritze" einsetzen. Am Feuerhaus wurde ein Kasten mit einer Glasscheibe zur Aufbewahrung des Feuerhausschlüssels angebracht.
1929/1935 Als 1929 ein großer Brand in der Hauptstraße – heutige Steinkreuzstraße – man-gels Wasser kaum gelöscht werden konnte, erkannte man, dass nur ein Brandweiher dem Notstand abhelfen würde. Nach langem Planen baute man am östlichen Waldrand beim Wetterbach den Brandweiher, der gleichzeitig als Schwimmbad zu nutzen war. Mit dem Wetterbach und mit dem Überwasser des Hochbehälters im nahen Wald konnte man den 1000 cbm fassenden Brandweiher füllen und 1935 einweihen. Dieser sollte für 15-20 Stunden Löschwasser reichen.
2006 Schon 1896 wurde der Feuerwehr durch polizeiliche Verordnung die Zuständigkeit für die Hydranten der neuen Wasserleitung auferlegt (s. oben). Heute reicht das Wassernetz von Wolfartsweier bis ins Zündhütle-Gebiet. 117 Hydranten sind installiert und können die Feuerwehr mit Löschwasser versorgen. Durch die regelmäßige "Hydranten-Begehung" der Feuerwehr wird die Funktionstüchtigkeit der Hydranten überwacht und kontrolliert.
2013 Heute ist es der Wehr möglich, mit ihrem Tanklöschfahrzeug Wasser bis an die Brandstelle zu fahren, was aber die Hydranten keineswegs überflüssig macht.
Sirenen statt Glocken
1953 Als endlich die Alarmanlage im Rathaus 1953 wieder funktionierte, durften bei einem Feuer die Kirchenglocken nicht mehr benutzt werden.
1982  1982 installierte die Gemeinde zwei Sirenen, eine auf dem Rathaus und eine auf dem ersten großen Wohnblock in der Nordoststraße, und dazu einen Feuermelder am Rathaus. Bei Alarm für die Feuerwehr erschallt jetzt nicht mehr das Glockenläuten, sondern die Sirenen heulen durch den Ort.
Der Feuerwehrmann und seine Uniform
1893-1973 Da sich auf der Gemarkung Wolfartsweier die Munitionsfabrik Genschow & Co befand, sollte die zu neu gründende Wehr 1938 mindestens fünfzig Mann stark sein. Die Landesfeuerwehr-Unterstützungskasse bewilligte einen Zuschuss zur Ausrüstung , der aber nur für die Feuerwehrhelme reichte. Mützen, Koppel., Schulterriemen, Seitengewehre, Köcher, Faustriemen, Halsbinden und Stiefel mussten aus eigener Kraft angeschafft werden.
1938 Bürgermeister Dollinger, so berichtet das Gründungs-Protokoll, hatte deshalb die Be-schaffung sämtlicher Uniformen auf Kosten der Gemeinde bewilligt, mit Ausnahme der Hosen und Schuhe, die jeder Feuerwehrmann selbst finanzieren musste. Eine Hose ohne Biesen kostete je nach Qualität 17.50 RM bis 23.50 RM,  - viel Geld für einen einfachen Arbeiter. Hosen mit Biesen waren jeweils 50 Pfennig teurer und nur für die Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehren mit Dienstgrad 1 vorgeschrieben und erlaubt.
2013 Heute verfügt ein Feuerwehrmann über eine Uniform, die dem Einsatz bei Bränden, Wasserfluten, Gasexplosionen oder anderen Katastrophen entspricht. Die Bekleidung gehört mit zur Ausrüstung, ist feuerresistent und/oder wasserdicht, hat gerätespezifische Anhängevorrichtungen sowie Gelenk- und Körperschutz. Ergänzt wird die Einsatzuni-form durch Kopfschutz, durch Helme, Visiere und Flammschutzhauben. Natürlich be-sitzt jeder Feuerwehrmann auch eine "Ausgehuniform" für festliche Anlässe (mit Biesen!).
Neue Geräte – und täglich neue Anforderungen
1945 Nach dem Krieg, 1945, mussten viele während des Krieges liegen gebliebene und nicht gewartete Anlagen aufgearbeitet und auf den neuesten Stand gebracht und die Ausrüstungen mussten ergänzt werden.
 Eine Schlauchtrockenanlage brachte man an einer Schulwand an. Die Bretter für die Staustufen im Bach sowie die Sperrschieber im Bad wurden überprüft.
20. Jh. Viele neue Geräte entwickelte die Industrie im 20. Jahrhundert zur Brandbekämpfung, die inzwischen auch wissenschaftlich erforscht wird. Man hat sogar einen Lehrstuhl für Brandentwicklung und -bekämpfung eingerichtet.
2006 Wenn es finanziell möglich war, hat man auch in Wolfartsweier einige neue Geräte ange-schafft. Die Spende der Sparkasse von 500,- DM machte die Anschaffung einer Kettensäge möglich. Zur richtigen Handhabung wurde Manfred Postweiler auf einen Kettensägelehrgang geschickt.
2010 Im mittleren Rheingebiet fällt zwar nicht in jedem Winter viel Schnee, dennoch ist es nicht ganz zu verstehen, dass die Wehr in Wolfartsweier für ihr Löschfahrzeug LF8 erst heute vor zwei Jahren, am 8. März 2010, der Winter war schon vorbei, Schneeketten er-halten hat.
2012 Wolfartsweier liegt im Karlsruher Autobahndreieck, über das täglich bis zu hunderttau-send Fahrzeuge in Nord-Süd- und in West-Ost-Richtung verkehren. Darunter machen es die Gefahrguttransporte auch für die örtliche Freiwillige Feuerwehr von Wolfartsweier notwendig, entsprechende Rettungsgeräte für Unfälle mit Chemie- und Gefahrgutladun-gen einsatzbereit zu haben.
 Auch dafür stellt seit vielen Jahren die Branddirektion in Karlsruhe den Wolfartsweierer Feuerwehrmännern Atemschutzgeräte zu Verfügung. Auf der Atemschutzstrecke in Karlsruhe übt die Mannschaft für den Ernstfall und ergänzt ihre Kenntnisse durch häufi-ge Übungen.
Eine starke Wehr aber kein Mannschaftswagen
1939 Ein Jahr nach der Gründung der "Freiwilligen Feuerwehr Wolfartsweier" im Dritten Reich erhielt sie von der Firma Metz eine Motorspritze, einen Schlauchwagen und zwei Schiebeleitern.
 Als die Wehr wegen der zunehmenden schweren Luftangriffe nach Karlsruhe ausrücken musste, und sogar nach Bruchsal und Mannheim beordert wurde, wollte Kommandant und Bürgermeister Wilhelm Dollinger ein leichtes Löschgruppenfahrzeug LF8 von der Daimler Benz AG, bestellen. Der Landrat befürwortete es zwar, aber die Ordnungspolizei in Stuttgart bestimmte, "Wiedervorlage im Juli 1944". Dazu kam es nicht mehr. Der Krieg endete am 8. Mai 1945. Erst 1961 erhielt Wolfartsweier ein Tragkraftspritzenfahrzeug  TSF Ford Kombi FK 1250.
Was jedoch bis 1988, als die Wehr ihr 50jähriges Jubiläum feierte, fehlte, war ein Mann-schaftswagen. Erst im Jahr 2001 erfüllte sich, mit einem bis dahin von der Berufsfeuer-wehr genutzten MTW der Marke Daimler-Benz 207, ihr Wunsch.
Feuerlöschfahrzeuge für die Feuerwehr in Wolfartsweier
 Nur langsam nach den Nachkriegsjahren motorisierte sich die Wehr . Als die Einsätze komplexer, gefahrenreicher und schwieriger wurden, versuchte auch die Wolfartsweierer Feuerwehr mit den technischen Erfordernissen für diese Einsätze Schritt zu halten.
1978/1993 1973 hatte die Feuerwehr in Wolfartsweier ein neues Löschfahrzeug erhalten, ein Tragkraftspritzenfahrzeug Typ TSF Mercedes Benz 308-33
1993 Dieses Mercedes Benz Löschfahrzeug tauschte man 1993 gegen ein größeres Tanklösch-fahrzeug TLF 16/24 Tr. aus. Da kein Stellplatz zur Verfügung stand, wurde das alte Tragkraftspritzenfahrzeug der Mühlburger Wehr überlassen, die es seit dem 1. November 1993 für die Jugendarbeit nutzt.
2000 Am Feuerwehrtag 2000, es war der 17. Juni, wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 der Freiwilligen Feuerwehr aus Wolfartsweier auf dem Marktplatz in Karlsruhe vorgestellt.
2000 Endlich ein neues Löschgruppenfahrzeug. Am 25. Juli 2000 übergab Brandschutzdezer-nent Bürgermeister Ullrich Eidenmüller, Branddirektor Wiechmann und Ortsvorsteherin Ingrid Busch der Wehr in Wolfartsweier ein neues Löschgruppenfahrzeugfahrzeug LF 8/6. Es besitzt, anders als das Vorgängerfahrzeug, einen 600 l Wassertank, Pressluftatmer in der Mannschaftskabine und einen Spreizer. Die Atemschutzgeräte können im Fahrzeug angelegt werden, und ermöglichen dadurch den schnelleren Einsatz am Brandort.
2001 2001 erhielt Wolfartsweier einen MTW. Wenn auch vom Baujahr 1987, so leistet er doch seine Dienste bei der Wehr.
2001 Einige FFW Kameraden fuhren am 14. September 2001 nach Kenz, um das in Wolfarts-weier nun nicht mehr benötigte Löschfahrzeug LF8 der dortigen Ortsfeuerwehr zu über-bringen. Dort war die Freude groß.

Ausrüstungsvergleich 1913, 1960 und 2013

Feuerlöschgeräte um 1913
Dieser Auflistung der Geräte um 1913 anlässlich eines Probenberichtes des Bezirksfeuerlöschinspektors Karl Weiß aus Durlach wird das Inventar von 1960, aufgestellt am 10. Februar 1960, gegenübergestellt.
 1 zweirädrige Spritze mit Saugwagen   12 cm Zylinderweite
 1 zweirädrige Spritze ohne Saugwagen   8 cm Zylinderweite
 1 Büttenspritze    10 cm Zylinderweite
 2 Hydranten-Standrohre mit 1 Ausgang
 2 Strahlrohre
 ca. 200 Meter Hanfschlauch  mit Normalgewinde
 12 Bütten
 2 Wasserschöpfer
 12 Eimer
 1 Gurt mit Haken
 2 Anstellleiter  ohne Stützen   10 + 12 Meter
 3 Feuerhaken
 2 Hydrantenschlüssel
 1 Spritzenhauslaterne
 ~ 150 Fackeln
 2 Pechpfannen
 50 Pechkränze

Einsatz- und Feuerlöschgeräte
nach einer Aufstellung vom 10. Februar 1960

 1 TS 8/8 Motorspritze, Fabrikat Metz, 2-TAkt-Motor, 800 Ltr./Min.  geliefert 1939
 1 Anhänger für TS 8/8, wurde mit Ackerschlepper zur Brandstelle gebracht
 1 Handdruckspritze, nur Druck, nicht Saug + Druck
 1 Hydrantenwagen
 2 zweiteilige tragbare Schiebeleitern Ausziehlänge 10 m
 6 Saugschläuche, Länge 1,60 m
 Druckschläuche roh, Gesamtlänge 30 m LW 75 mm
 Druckschläuche gummiert, Gesamtlänge 90 m LW 75 mm
 Druckschläuche gummiert, Gesamtlänge 270 m LW 52 mm
 Schnellkupplungsrohre, Gesamtlänger 198 m LW 100 mm
 Wasserführende Armaturen: 2 Dreiverteiler, 6 C-Strahlrohre, 2 B-Strahlrohre,
 1 Sprühstrahlroh, 2 Tornisterschaumlöscher
 35 Helme
 34 Arbeitsanzüge
 1 Melder am Rathaus
 1 elektrische Sirene
 1 Gerätehaus
 Wasserversorgung: 1 Leitungsnetz vorhanden, Hydranten, Querschnitt 70-150 mm
 

Einsatz- und Feuerlöschgeräte 1963-1995 / 2013
 die motorisierte Feuerwehr heute
1963 - Neue Uniformen
1976 -  Umtausch der alten Stahlhelme in Leichtmetallhelme
1978 -  1 Funkgerät und 10 Funkwecker
 4 Atemschutzgeräte und neue Bekleidung
 Visiere und Flammenschutzhauben
1973 - Tragkraftspritzenfahrzeug Typ TSF Mercedes Benz 308-33
1993 - Tanklöschfahrzeug TFL 16/2400 mit Truppbesatzung statt des TSF Merce-des Benz 308-33
1999 das in die Jahre gekommene LF 8 soll durch ein neues LF8/6 ersetzt werden. Dieses ist technisch auf dem neuesten Stand. Es hat beispielsweise einen Wassertank und im Mannschaftsraum eingebaute Pressluftatmer.
2000  Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 mit 600 l Wassertank, Pressluftatmer in der Mannschaftskabine sowie Rettungsschere und –spreizer, die durch ein Hyd-raulikaggregat betrieben werden. Die Atemschutzgeräte können im Fahrzeug angelegt werden. 
1982 LF8 wurde mit einem Notstromaggregat einer Rettungsschere, einer Motor-säge und einem Winkelschleifer ausgerüstet
2001 einen Mannschaftstransportwagen MTW Baujahr 1987
2008 erhielt die Abteilung Wolfartsweier einen neuen MTW der Marke Daimler-Benz Sprinter 211.
2013 die Feuerwehr in Wolfartsweier ist für ihre Aufgaben feuerwehrtechnisch und personell sehr gut aufgestellt.

Text: Frau Elga Roellecke

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